Bericht der Männerriegenturnfahrt ins Engadin vom 5./6. Juli 2003

 

Am Morgen um 7.30 Uhr besammelten sich 16 gutgelaunte Männerriegler auf dem Bahnhof in Weinfelden.

In Richtung Romanshorn gings los und dann wurde in Romanshom und Rorschach umgestiegen. Während der langen Bahnfahrt war viel Zeit zum Plaudern, aber auch zur Diskussion um wirtschaftliche oder politische Themen. Durch den neuen Vereinatunnel erreichten wir das Engadin.Das Ziel Pontresina erreichten wir um die Mittagszeit. Also war es Zeit fürs Mittagessen, das wir im Rest.Bahnhof in aller Ruhe geniessen konnten. Dann schauten wir uns noch etwas um im Dorf, beschafften Geld mit den eigenen Kreditkarten und so lag dann für einige noch ein Coupe drin, allerdings in diesem Fall eine Geduldsübung. Der arme Beni ging sogar leer aus. Dann zogen noch die Letzten die Wanderschuhe an und schon gings los auf die zweistündige Wanderung ins Roseggtal.

In diesem schönen autofreien Gelände fühlten wir uns wohl und erreichten schnell unser Hotel Rosegg. Die schöne Wirtin zeigte uns unser Matratzenlager. Einige benützten jetzt die Gelegenheit zum Duschen, andere wanderten weiter bis fast zum Roseggletscher. Die landw.Interessierten begutachteten den modernen 2x4 Melkstand für die ca. 50 Alpkühe. So gegen 19 Uhr hatten alle Hunger. es wurde uns ein gutes viergängiges Nachtessen serviert. Dazu gabs jede Menge Rotwein. Leider waren wir etwas allein als Touristen. Nur ein mittelalterliches italienisches Liebespaar sass neben uns. Immer wenn wir Richtung Roseggletscher blickten,hatte die Dame einen Knopf mehr offen an ihrer Bluse. Das war nebst dem herrlichen Sonnenuntergang in derselben Richtung die grösste Attraktion. So sassen wir noch einige Zeit gemütlich beisammen,und diskutierten über Gott und die Welt  und auch über das bevorstehehende Aufrichtfest von Beni Schwagers Haus. So gab es dann für alle einige Stunden Nachtruhe. Als erster hatte unser Walter Rindlisbacher Tagwache. Er wollte unbedingt Hirsch und Gemsen beobachten. Auch Beni hatte dasselbe im Sinn. Scheinbar lohnte sich das. Uebereinstimmend erzählten sie uns, dass sie in der Nähe des Melkstandes 26 Gemsen gesehen hätten. Um gut 7 Uhr gabs dann für alle ein allerdings etwas mageres Morgenessen. Schon vor 8 Uhr holten uns zwei Pferdefuhrwerke ab und brachten uns nach vom ins Dorf Pontresina. Hier auf 1800 m hatte es tatsächlich einen leichten Frost und so waren wir froh um die Wolldecken. Dann gings per Bahn zur Station Diavolezza und mit der Luftseilbahn hinauf auf die Diavolezza,die fast 3000 m hoch liegt. Hier hatten wir einen einzigartigen Ausblick auf die Gruppe Piz Palü, Piz Bernina usw.,die fast 4000 m hoch sind. Jetzt wurden wir von unserem Führer Josi begrüsst. Schnell spürten wir, dass er uns vieles über Gletscher, Berge usw. weitergeben würde, über Moränen und Gletscher wanderten wir nun bergab. Unterbrochen wurde das ganze von einer ca. halbstündigen Mittagsrast. Bei immer noch idealem Wetter gings weiter Richtung Tal. Für alle war diese Wanderung doch noch recht anstrengend, aber doch sehr interessant. Nach ca.4 Std. erreichten wir das Ziel Bahnstation Morteratsch. Früher reicht der Gletscher fast bis hierher. Jetzt ist er in 100 Jahren fast 1,5 km zurückgegangen. Das bringt einem doch zum Studieren über die weitere Zukunft der Bergwelt und über die Folgen für das Klima. Die Zeit bis zur Abfahrt reichte noch für ein grosses Bier, was einige benützten. Die Rückfahrt führte uns dann durch den Albulatunnel und weiter durchs schöne, aber auch ausgetrocknete Bündnerland. Müde, aber zufrieden über die zwei sehr schönen Tage trafen wir um ca. 21 Uhr wieder in Weinfelden ein.

 An dieser stelle möchte ich im Namen aller Teilnehmer unserem Präsidenten Hansruedi Krüsi herzlich danken für die gute Organisation dieser Reise.

 

  Aspenreuti 21.7.03 /13. l. 04           Hans Stark